Heimatverein Kohlscheid 1932 e.V.
Heimatverein Kohlscheid 1932 e.V.
Kohlscheider Geschichte bewahren – Heimat erleben

Amstelbachstrasse

Der Amstelbach heißt im 19. Jahrhundert in Richterich "Richtericher Bach", in Bank "Banker Bach" und "Mühlenbach". Als "Anstel" wird der Bach bereits 1109 in den Annales Rodenses erwähnt. Der Name ist wahrscheinlich fränkischen Ursprungs.

Amstelbachstraße, im Hintergrund; Am Marienanger und Feldlerchenweg

Amstelbachstraße, im Hintergrund; Am Marienanger und Feldlerchenweg

Stärkstens belastet durch die Abwässer der anliegenden Wohngebiete, vor allem aber auch durch die Grube Laurweg, war der Amstelbach über einige Jahre ein gefährlicher Abwässerkanal. Nach der Stillegung der Grube Laurweg besserte sich der Zustand. Nun, da Kläranlagen die Abwässer aufbereiten, hat das Wasser des Amstelbaches wieder eine annehmbare Qualität.

Die Amstelbachstraße verläuft heute über die Straßenkreuzung Amstelbachstraße/Haus-Heyden-Straße hinaus bis zur Stadtgrenze von Herzogenrath. Vor der kommunalen Neugliederung begann die heute hinter der Stadtgrenze beginnende Forsterheider Straße in der angegebenen Kreuzung. Diese Straße von Bank nach Forsterheide hieß um 1500 Künnegaß und später (1827) Königstraße.

Das an der Amstelbachstraße gelegene Pfarr- und Jugendheim der Pfarre St. Maria Verkündigung wurde 1861 als Schule mit Lehrerwohnung für die unteren Klassen der Kinder aus Richterich-Bank errichtet.

Das etwa 150 Jahre alte Wegekreuz vor dem Pfarrheim in der Amstelbachstraße stand ursprünglich an der Roermonder Straße, rechts neben dem Hause 116 (Friseursalon Kerstges) und wurde wegen Baumaßnahmen zuerst versetzt, dann schließlich entfernt. Die Pfarrgemeinde Bank konnte nach langem Bemühen das Kreuz aus Privathand erwerben und es anläßlich des Pfarrfestes am 11. Juli 1987 hier errichten. Es kann davon ausgegangen werden, daß dieses Kreuz nach 1840 in Kohlscheid gegossen wurde, nachdem J. Depiereux (Annastraße) in seiner Gießerei solche Kreuze fertigte. Aus seinem Betrieb stammt z.B. das große Friedhofskreuz in Geilenkirchen.

Nach einer durch den Landeskonservator im April 1974 durchgeführten Erhebung gibt es an der Amstelbachstraße drei denkmalwerte Objekte:

An der Straßenkreuzung Amstelbachstraße/Haus-Heyden-Straße steht ein aus dem Jahre 1865 stammendes neugotisches Wegekreuz mit bemaltem Korpus auf dreiteiligem Blausteinsockel.

Am Haus Nr. 25 an der Amstelbachstraße zeigt der Schlußstein über der Toreinfahrt die Jahreszahl 1756.

Beim Haus Amstelbachstraße 13 zeigt der Schlußstein über dem Torbogen die Jahreszahl 1763.