Heimatverein Kohlscheid 1932 e.V.
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Kohlscheider Geschichte bewahren – Heimat erleben

Die Grube Herrenkuhl

Früher Steinkohlenbergbau in Pannesheide

Der frühe Steinkohlenbergbau prägte die Entwicklung Pannesheides und des späteren Kohlscheids. Bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts ist die Grube Herrenkuhl in historischen Verwaltungsakten dokumentiert. Diese Unterlagen ermöglichen einen Einblick in die damaligen Besitzverhältnisse und die Bedeutung des Bergbaus für die Region.

Historische Entwicklung

Ein wichtiges Zeugnis ist ein Konzessionsgesuch aus dem Jahr 1809. Die Grubenbesitzer Johann Dumont aus Pannesheide und Sigismund Gay aus Aachen beantragten die langfristige rechtliche Absicherung des Steinkohlenbergwerks Herrenkuhl. Die französische Verwaltung veröffentlichte das Gesuch am 29. November 1809 unter der Leitung des Präfekten Jean Charles François de Ladoucette.

Die zugehörigen historischen Unterlagen enthalten eine Beschreibung der Grenzen des Grubenfeldes. Eine Karte zeigt die damalige Bergbaulandschaft rund um Pannesheide und Bleyerheide sowie weitere Kohlegruben der Umgebung. Sie dokumentiert damit die räumliche Ausdehnung des frühen Steinkohlenbergbaus in dieser Gegend.

Die Akten belegen, dass Herrenkuhl bereits in der französischen Verwaltungszeit eine wichtige Rolle im örtlichen Bergbau spielte. Für die weitere Erforschung der Grube sind diese Dokumente eine wertvolle Grundlage.

Erinnerung an den frühen Bergbau

Heute sind die damaligen Grubenanlagen aus dem Ortsbild verschwunden. Historische Akten und Karten helfen jedoch, ihre Lage und Bedeutung zu rekonstruieren. Die Geschichte der Grube Herrenkuhl ist damit ein Teil des bergbaulichen Erbes von Pannesheide und Kohlscheid, das es für kommende Generationen zu bewahren gilt.