Heimatverein Kohlscheid 1932 e.V.
Heimatverein Kohlscheid 1932 e.V.
Heimatverein Kohlscheid 1932 e.V.
Kohlscheider Geschichte bewahren – Heimat erleben

Gedenkveranstaltung für die Zwangsarbeiter des Arbeitskommandos 133 in Herzogenrath-Merkstein

Mittwoch, 26.8.2026. 18.00 Uhr Friedhof Lange Hecke Herzogenrath-Merkstein, Trauerhalle

Rund 5,7 Millionen sowjetische Soldaten sind im Zweiten Weltkrieg von der deutschen Wehrmacht gefangen genommen worden, 3,3 Millionen von ihnen überlebten die Gefangenschaft nicht. Damit stellen die sowjetischen Kriegsgefangenen – russische wie ukrainische – nach den Juden die zweitgrößte Opfergruppe nationalsozialistischer Vernichtungspolitik dar.

Sie wurden ermordet, verhungerten in den frontnahen Lagern oder auf langen Gewaltmärschen. Wer dies überlebte, wurde ins Reichsgebiet in eines der berüchtigten Arbeitskommandos verschleppt, galt es doch, trotz der zum Wehrdienst eingezogenen Arbeitskräfte die Produktion in Landwirtschaft und Industrie aufrecht zu erhalten. Dabei kam gerade der kriegswichtigen Montanindustrie (Bergbau, Stahlerzeugung) besondere Bedeutung zu. Eines der großen Arbeitskommandos im Wurmbergbau war das Arbeitskommando 133 in der sogenannten „Menage“, dem vormaligen Ledigenheim der Grube Adolf in Herzogenrath Merkstein. Unter schrecklichen Lebens- und Arbeitsbedingungen waren dort seit Juli 1942 weit über 1.000 Kriegsgefangene vor allem aus den Kämpfen auf der Krim untergebracht, die auf den Gruben Adolf und Anna II arbeiten mussten. Entbehrungen und Misshandlungen kennzeichneten ihren Alltag, gerade in diesem Wirtschaftszweig kam das Prinzip der „Vernichtung durch Arbeit“ so deutlich zum Ausdruck wie in keinem anderen. 43 Zwangsarbeiter kamen in Merkstein ums Leben, darunter 17 in den ersten beiden Monaten nach ihrer Ankunft im Arbeitskommando. Drei Kriegsgefangene wussten den Bedingungen im Arbeitskommando nur durch Selbstmord zu entrinnen.

Im Rahmen einer Gedenkveranstaltung soll an das Schicksal der Zwangsarbeiter in Merkstein erinnert werden. 
Bürgermeister Dr. Benjamin Fadavian wird dazu auf dem Friedhof Lange Hecke in Herzogenrath eine Gedenktafel enthüllen. 

Termin, Ort: Mittwoch, 26.8.2026. 18.00 Uhr Friedhof Lange Hecke Herzogenrath-Merkstein, Trauerhalle 

Ausführliche Informationen finden Sie bei  
Rüdiger Vermöhlen:  Einsatzfähig für schwere Arbeit (Stufe I) Sowjetische Kriegsgefangene im Arbeitskommando 133 in Herzogenrath-Merkstein

https://www.herzogenrath.de/soziales-bildung/gesellschaft-soziales/initiativen/wege-gegen-das-vergessen/ak133.pdf?cid=vs1


KUNST FÜR KOHLE

Die Galerie Bücken wurde 1973 von Hubert Bücken gegründet und wird mittlerweile in 2. Generation seit über 20 Jahren von Dagmar und Walter Bücken geführt. Im Rahmen ihrer ihrer Aktion „KUNST FÜR KOHLE“  stellt sie Werke der teilnehmenden Künstler*innen aus.
Diese öffnen auch ihre Ateliers für Gäste und ermöglichen interessierten Besuchern, die Entstehung der Kunstwerke in den unterschiedlichsten Techniken zu beobachten. 

Angeregt durch die beeindruckende Vielfalt der aktuell in Kohlscheid ansässigen Kunstschaffenden stellen wir Kurzportraits von ihnen vor. Die Erlaubnis zur Veröffentlichung der Texte und der Fotos auf dieser Seite wurde durch die Künstler*innen erteilt.

Möchten Sie uns bei der Vorstellung Kohlscheider Künstler mit Informationen unterstützen? 
Dann melden Sie sich doch über das Kontaktformular oder unsere Mailadresse info@heimatverein-kohlscheid.de.


Künstler*innen in Kohlscheid

Annemarie Seidel

Annemarie Seidel

ist ein Kohlscheider Urgestein: geboren 1948 in der Weststraße, aufgewachsen in Klinkheide und nach wie vor in Kohlscheid wohnhaft,...
Karl-Heinz Hennerici

Karl-Heinz Hennerici

Geboren ist Karl-Heinz Hennerici 1956 in Eschweiler-Hastenrath. Sein Elternhaus stand neben dem Hastenrather Kalkwerk.
Gottfried Velten

Gottfried Velten

Gottfried (Fritz) Velten, Lehrer und Hobbymaler, 1925-1998
Uta Göbel-Groß

Uta Göbel-Groß

Sie arbeitet mit Stift und Pinsel, mit Erden und Pigmenten und spürt den vielschichtigen Ebenen menschlichen Da-Seins nach. Rote...

Der Kohlscheider Bahnhof

heute - gestern

Der Bahnhof in Kohlscheid wird von der Euregiobahn und Regionalzügen angefahren und ist in die tägliche Routine viele Pendler eingebunden. Wer erinnert sich noch an den alten Bahnhof?

Das schöne ehemalige Bahnhofsgebäude wurde in Verbindung mit der Eröffnung des letzten Teilstücks der Strecke Aachen-Düsseldorf von Herzogenrath über Kohlscheid nach Aachen (Templerbend) am 17. Januar 1853 errichtet. Abgerissen wurde es im Jahr 1976; ein Bahnhofsgebäude gibt es seitdem nicht mehr. 

Im Sommer 2026 wurde der Bereich des Abgangs vom Gleis und der Unterführung farblich neu gestaltet.


Mehr zur Kunstlandschaft in Kohlscheid, auch aus älterer Zeit, finden Sie unter 

Kunst in Kohlscheid

Kunst in Kohlscheid

Porträts von Kreativen aus Malerei, Bildhauerei, Musik, Literatur und mehr