Karl-Heinz Hennerici
Die Farbe von Galmeiveilchen und Osterglocken
Geboren ist Karl-Heinz Hennerici 1956 in Eschweiler-Hastenrath. Sein Elternhaus stand neben dem Hastenrather Kalkwerk.
Die Farbe des Galmeiveilchens und der Osterglocken haben schon in frühester Kindheit eine Vorliebe für die Farbe Gelb entstehen lassen, in den späteren Bildwerken das Symbol für das Licht, das Leben, den Menschen.
Ab dem 12. Lebensjahr genoss er in der Schule den Kunstunterricht des Aachener Malers und Graphikers Jupp Kuckartz, der in ihm das Talent des Malens entdeckte, förderte und später ausbildete. Seit dieser Zeit ist er der Malerei tief verbunden.
Um jedoch eine Familie ernähren zu können, studierte er in Aachen nicht nur Kunst sondern auch Bauingenieurwesen. In seinem Berufsleben war er verbeamteter Bauingenieur in verschiedenen Straßenbauämtern, blieb aber parallel immer der Malerei treu. Die berufliche Tätigkeit als
Bauingenieur gewährte ihm die Freiheit, seinen Malstil unabhängig von gesellschaftlichen Trends
und Moden zu entwickeln und ausüben zu können. 1992 zog er nach Kohlscheid, wo er sich bis heute mit seiner Familie wohl und gut integriert fühlt.
Seine allerersten Entwürfe waren Kohlezeichnungen und Plakatentwürfe. Unter seinen Werken befinden sich Schwarz-Weiss-Zeichungen, die in Lavierungstechnik hergestellt wurden. Der größte Teil seiner Arbeiten sind jedoch abstrakte Darstellungen in Acryl- oder Aquarellmalerei, um die Betrachtenden zu eigenem Denken anzuregen. Beim Erstellen seiner Bilder wählt er sich zuerst ein Thema, dann die Materialien und Farben und setzt dann die Idee mit Musikuntermalung um. Seine Bilder sind von einer starken Farbigkeit, wobei die von ihm geliebte Farbe Gelb fast in jedem Bild zu finden ist. Eine Reise 1980 nach Malaysia hat seine Liebe zu Farben noch verstärkt, die Bilder
sind von großer Leuchtkraft. In seinen Bildern verarbeitet er menschliches Verhalten, das Miteinander der Menschen und politische Themen, immer mit einem persönlichen Bezug zu sich selbst. Sein eigener Herzinfarkt, die Demenz seiner Mutter, der Tod eines guten Freundes, all das sind Themen, die er in seinen Bilder auf abstrakte Weise darstellt.
Seit 1973 zeigt Karl-Heinz Hennerici seine Bilder in unzähligen Ausstellungen. Einige seiner Arbeiten sind vom Kultusministerium angekauft worden und werden im öffentlichen Raum ausgestellt. Auch im Herzogenrather Raum ist er auf Ausstellungen immer wieder mit seinen Bildern vertreten. Bei der Kohlscheider Aktion „Kunst für Kohle“ hat er mehrfach mitgemacht.
Er hat Preise und Anerkennungen erhalten, u.a. 1994 die Professor Hanns-Altmaier Medaille und 2001 den Kaiser-Lothar-Preis der Stadt Prüm. Als einziger Künstler von 8 Gründungsmitgliedern hat Karl-Heinz Hennerici 1998 das Forum für Kunst und Kultur mit gegründet, das zu Beginn seinen Sitz in Kohlscheid hatte. Das Forum hat zum Ziel, die Kunst in Herzogenrath öffentlich zu zeigen und zu etablieren.
Aber auch in anderen Künstlergruppen ist Karl-Heinz Hennerici Mitglied: in der Europäischen Vereinigung bildender Künstler aus Eifel und Ardennen (EVBK- Prüm), in der Künstlergruppe Pellenz (Andernach), im Künstlerbund Rheinland, in der Arbeitsgemeinschaft bildender Künstler am Mittelrhein (AKM), Koblenz, im Künstlerforum Schloss Zweibrüggen (Übach-Palenberg) und im Bundesverband bildender Künstlerinnen und Künstler Aachen/Euregio e.V.. Er ist somit in der Region gut vernetzt und für seine Werke anerkannt.