Heimatverein Kohlscheid 1932 e.V.
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Kohlscheider Geschichte bewahren – Heimat erleben

Laurwegstraße

1910 erteilte die Gemeinde die erste Baugenehmigung für die ins Laurwegfeld hineinführende Laurwegstraße.

1910 erteilte die Gemeinde die erste Baugenehmigung für die ins Laurwegfeld hineinführende Laurwegstraße; die Fluchtlinien wurden erst 1912 offiziell festgelegt. 1925 galt die Straße als ausgebaut. Am Ende der Laurwegstraße befand sich 1918 noch die Ziegelei von Delcominette. Länger als 350 Jahre wurde in Kohlscheid unter dem Namen Laurweg Anthrazitkohle gefördert. Die Grube Laurweg bestand sehr wahrscheinlich schon zum Ausgang des 16. Jahrhunderts, wenn auch die erste schriftliche Nachricht erst aus dem Jahre 1612 herrührt. Bis 1759 gab es nur eine Belehnung Laurweg. In diesem Jahre entstanden die beiden selbständigen Gruben Alt- und Neulaurweg. Wenn auch Altlaurweg seit 1829 nicht mehr förderte, so waren von dieser Grube 1840 doch noch drei Schächte offen. Neulaurweg nahm nach dem Ankauf durch die Familie Englerth (1822) den erhofften Aufschwung, gelangte über den Pannesheider Bergwerksverein in den Besitz der Vereinigungs-Gesellschaft und förderte seit 1822 ohne Unterbrechung. Nach dem Abteufen des Frankschachtes (1908) durch den neuen Eigentümer EBV wurde Laurweg zu einer Großanlage mit modernsten Einrichtungen. Die Grube beschäftigte 1949 incl. Aller Nebenbetriebe 2.562 Arbeiter und Angestellte. Seit 1952 arbeitete Laurweg im Verbund mit Gouley, weil die auf Laurweg noch anstehenden Kohlenvorräte das Auffahren einer neuen Sohle nicht mehr ratsam erscheinen ließen. Doch schon 1969 wurde auch auf der Würselener Grube Gouley der letzte Förderwagen gezogen. Mit der Stillegung von Gouley/Laurweg endete der Bergbau an der Wurm.