Heimatverein Kohlscheid 1932 e.V.
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Kohlscheider Geschichte bewahren – Heimat erleben

Paulinenhof

Der Paulinenhof, er liegt unmittelbar am Paulinenwäldchen, hat seinen Namen ebenfalls nach Pauline, der Schwester Napoleons, die sich während ihrer Anwesenheit in Aachen gerne im Bergerbusch (Paulinenwäldchen) aufhielt. 1826 hieß das Gelände des heutigen Paulinenhofs noch Kamper Feld.

In den Jahren 1960/61 entstand das 1966 erweiterte Aufschließungsgebiet Paulinenhof. Aus dem Grundstück von Charell (Woffelsbach) konnten 14 Baustellen von 550 bis 1.100 m2 Größe aufgeschlossen werden. Die Entwässerung der Grundstücke erfolgte durch eine Kleinkläranlage. Da diese Anlage u.a. neueren Ansprüchen nicht mehr entsprach, nahm die Stadt Herzogenrath 1983 eine Pumpstation für ganz Berensberg in Betrieb. Seit dieser Zeit werden die Berensberger Abwässer der Kläranlage Pumpermühle in Würselen zugeführt.

Die Gemeinde Kohlscheid beschloß bereits 1918, für die Rektoratsgemeinde St. Matthias Berensberg ein Friedhofsgelände zu erwerben. Wären die Grundstückspreise damals mit 1 Mark pro m2 nicht so hoch gewesen, hätte die Gemeinde Kohlscheid den Friedhof an der jetzigen neuen Berensberger Straße (L 244) neben der ehemaligen Gaststätte Kessels, später Havenith, angelegt. So wurde das Grundstück für den heutigen Friedhof erworben. Das Gelände hieß im Jahre 1826 "aufm Feldgen". 1918 zählte das Rektorat Berensberg 656 Einwohner. Bei ca. 12 Sterbefällen im Jahr und einem Beerdigungsturnus von 35 Jahren reichte das Gelände aus. Allerheiligen 1919 wurde der Friedhof eingeweiht; bis dahin mußten die Verstorbenen in Richterich zu Grabe getragen werden, weil das Rektorat Berensberg der Pfarre Richterich unterstand. Doch konnte dieser neue Friedhof nicht für alle Verstorbenen des Rektorates genutzt werden. Der Gemeinderat lehnte eine Beerdigung von Bürgern aus der Soers, die zwar zum Rektorat Berensberg, aber zur Gemeinde Laurensberg gehörten, ab. Selbst der Vorschlag, eine Sondergebühr zu bezahlen, fand in den ersten Jahren kein Gehör. Erst Mitte der 20er Jahre wurde es möglich, den angesprochenen Personenkreis in Berensberg zu beerdigen, wobei sich jedoch der Gemeinderat eine Entscheidung von Fall zu Fall vorbehielt. Nach dem Zweiten Weltkrieg war eine Erweiterung des Friedhofes nötig.