Pestalozzistraße
Mit dem Bau der Pestalozzistraße wurde nach 1962 das zwischen der Südstraße und der Josef-Lambertz-Straße liegende Gelände aufgeschlossen. Im Kreuzungsbereich Kircheich-/Pestalozzistraße begann die Gemeinde Kohlscheid am 15. Juli 1959 mit dem Bau ihrer zweiten Turnhalle. Die Halle, 12 x 24 m groß, verfügt über eine Zuschauertribüne mit rund 200 Plätzen. Am 7. Januar 1961 wurde die Halle eingeweiht.
Die Pestalozzistraße wurde in zwei Bauabschnitten errichtet. Mit Beginn des zweiten Bauabschnittes, von der Kircheichstraße in Richtung Kämpchen bis zur Josef-Lambertz-Straße, begann man im Herbst 1966. Mit Errichtung der Realschule sollte die Turnhalle in das Realschulgelände hineingenommen werden. Wegen des Einspruches der Anlieger wurde dieser Plan nicht verwirklicht, wäre doch aus dem nördlichen Teil der Straße eine Stichstraße geworden.
Auf dem erweiterten Gelände der ehemaligen Volksschule Vorscheid (siehe: Kircheichstraße), sie hatte ihren Zugang von der Kircheichstraße her, hat die mit dem Schuljahre 1968/69 durch den Kreis Aachen errichtete Realschule ihr Schulgebäude. Bei ihrem Start fand die Realschule Kohlscheid zuerst eine Unterkunft in den Schulgebäuden von Kämpchen und Vorscheid; sie wurde dann in Fertigbauklassen auf dem Schulhof der Grundschule Kämpchen konzentriert. Mit dem Schuljahr 1972/73 mußte sie zwei Klassen in den Neubau der Hauptschule Kohlscheid (Kircheichstraße) auslagern, bevor sie im September 1974 ihren Neubau an der Pestalozzistraße beziehen konnte. Am 1. Januar 1972 ging die Realschule Kohlscheid im Rahmen der kommunalen Neugliederung in die Trägerschaft der Stadt Herzogenrath über. Noch um 1964 plante die Gemeinde Kohlscheid aus Kostengründen, statt einer Realschule, an der katholischen Volksschule Kohlscheid-Mitte (Ebertstraße) eine Volksschule mit Aufbauzweig zur Erlangung des Realschulabschlusses einzurichten. Als der Kreis Aachen die Trägerschaft für eine selbständige Realschule in Kohlscheid übernahm, brauchten die Kohlscheider Pläne nicht weiter verfolgt zu werden.
Johann Heinrich Pestalozzi (1746-1827), ein Schweizer Pädagoge, forderte eine Erziehung zu natürlichem Denken durch Anschauen und Selbsttun und lehnte mechanisches Auswendiglernen ab. Pestalozzi befruchtete die moderne Pädagogik.