Zum Heyder Busch
Mit diesem Straßennamen ist der ehemalige Heydener Wald, der Heydener Busch, angesprochen. Der Wald der Unterherrschaft zur Heyden bedeckte eine weitaus größere Fläche des Gebietes als heute; er dehnte sich weit nach Westen aus.
Auf den Heyder Busch weisen in Kohlscheid u.a. die Flurbezeichnungen Im Buschfeld, An Hoheneich und Auf dem Wacholder hin. Auch der Name des Weilers Hasenwald erinnert daran, daß der Wald in früheren Zeiten vom Wurmtal her, am alten Landgraben entlang, über Berensberg bis gegen Schloß Schönau reichte. Zusammenfassend kann man sagen, daß der Heydener Busch, also der Wald, bis unmittelbar an die alten Ortschaften Forstheide (Biesenhecken), Schützenheide, Scheid und Klinkheide heranreichte. Eine spezielle Buschordnung für das Ländchen zur Heyden ist bisher nicht bekannt geworden.
Im Heyder Busch (Flur 7, Flurstück 743) liegt ein archäologisch interessanter Abschnittswall (DGK 5: 25.06/56.30 (1968/72)). Dieser doppelte Abschnittswall riegelt einen Bergsporn über dem Wurmtal ab. Die beiden Wälle ziehen parallel zueinander von Nordost nach Südwest; der südöstliche, spornseitige Wall mißt ca. 10m an der Basis, seine Höhe gegenüber dem flachen, 5 m breiten Graben beträgt 1,6m. Der nordwestliche, hangseitige Wall ist schwächer ausgeprägt; da er beinahe unmerklich in den Hang übergeht, ist seine ursprüngliche Breite schwer bestimmbar. An der Basis mißt der Wall jetzt ca. 5m, auf der Krone 1m. Der von diesem Abschnittswall abgeriegelte Bergsporn ist klein und bildet keine ebene Fläche, sondern fällt unmittelbar südöstlich des Abschnittwalles nach drei Seiten stark ab. Vermutlich ist der Sporn wegen seiner exponierten Lage bereits stark erodiert. Im Umfeld dieses Bodendenkmals (Nr. 14) fand man paläolithischen (altsteinzeitlichen) Silexabschlag.