Christel Königstein-Reichel
* 1960
Schon von weitem leuchten die bunten Keramikfiguren in ihrem Vorgarten und sind somit ein richtiger Eye-Catcher in der Straße.
Christel Königstein-Reichel ist in Baesweiler geboren und in der elterlichen Gärtnerei mit Blumengeschäft aufgewachsen. Hier wurde ihre Liebe zu Farben und Elementen aus Flora und Fauna gelegt. Als Beamtin war sie im vermittlungstechnischen Bereich der Deutschen Telekom tätig. Seit vielen Jahrzehnten lebt sie mit ihrer Familie in Kohlscheid.
Bereits seit ihrem 20. Lebensjahr belegte sie Töpferkurse an der Drehscheibe und erlernte die einzelne Arbeitsschritte mit dem Naturmaterial Ton. Was als Freizeitaktivität begann, wurde zur Passion: seit Jahren gestaltet sie Kunstobjekte aus Ton.
Während zahlreicher Urlaube in Spanien wurde sie von den Arbeiten von Antonio Gaudí inspiriert. Dies brachte sie dazu, mit geschnittenen und gebrochenen Fliesen und Keramikteilen zu experimentieren und sie mit Glassteinen, Muscheln und Kiesel zu kombinieren. Auf unterschiedlich großen Styroporkugeln als Untergrund formt sie aus Ton Kugeln, auf denen sich Echsen, Schlangen, Sonnen, Muscheln, Blätter, Blüten und Ringe tummeln.
Aus vielen Elemente, die als Kugeln beginnen, entstehen durch ihre Inspiration lebendige Tierfiguren wie Hähne und Hühner, Hasen oder einfach phantasievolle Figuren, die gute Laune verbreiten und sich natürlich in die Umgebung eines Gartens einpassen. Wichtig ist ihr dabei die Farbe, die sich immer sehr leuchtend in gelb, rot, orange, ganz bunt hervorhebt. Beim Brennen im eigenen Ofen verschmelzen dabei manche Farben zu neuen Kreationen.
Christel Königstein-Reichel gestaltet Gartenkeramik, die von weitem sichtbar ist und so jeden Garten aufwertet. In ihrem eigenen Garten tummeln sich an Wänden Raupen, sitzen auf Ästen kleine Lurche und Vögelchen, watschelt ein bunter Hahn auf dem Rasen und leuchten zwischen den Beeten orange Sonnenkugeln. Dass dabei das ein oder andere schon Moos angesetzt hat, ist ausdrücklich so gewünscht und zeigt, wie schön die Keramik sich in die Natur einpasst.
In zahlreichen Töpfer- und Mosaikkursen gibt sie ihr Wissen weiter; u.a. seit 1999 im Kohlscheider Jugendtreff und seit 2022 an der Volkshochschule. Sie war viele Jahre auf dem Jülicher Kunsthandwerkerinnenmarkt vertreten und stellte auf den Kunsthandwerkermärkten auf Schloss Trips und in Bedburg Alt-Kaster aus. Von Zeit zu Zeit ist ihre Kunst auch in der Gärtnerei Blütenreich in Richterich zu sehen. Seit 2014 beteiligt sie sich regelmäßig an den Offenen Ateliers der Aktion „Kunst für Kohle“ in Kohlscheid.